Die CM-Messung

Feuchte messen, aber richtig!

Fakt ist: Estriche schwinden im Laufe des Trocknungsvorgangs. Eine zu frühe Belegung kann zum Risiko werden, weshalb Sie die Restfeuchte ihres Estrichs messen sollten. Wir zeigen Ihnen wie!

Werden Estriche zu früh, das heißt bei einer zu hohen Restfeuchte, belegt kann weiteres, nachträgliches Schwinden zu Ablösung oder Verformung und im Zuge dessen zur Rissbildung führen. Solche Schäden sind durch die Messung der Restfeuchte und entsprechende Bestimmung der Belegreife vermeidbar. Eine bewährte Methode hierfür ist die sogenannte CM-Messung.

Für die korrekte Durchführung dieser Messung finden Sie hier eine ausführliche Arbeitsanweisung inkl. Protokoll zur Messung:

codex CM-Messung

FAQ´s

Die CM-Messung ist eine seit Jahren bewährte Methode zur Bestimmung der Restfeuchte von Estrichen.

Um Schäden zu vermeiden und entsprechend auch Geld zu sparen.

a) Zementestriche schwinden während des Trocknungsvorgangs durch

  1. Chemisches Schwinden durch die Hydratation des Zements
    Hier entsteht Zementstein, dessen Volumen kleiner ist als das Gesamtvolumen der Ausgangsstoffe Sand, Zement und Wasser. Der Großteil des hier entstehenden Schwunds erfolgt bereits in den ersten Tagen
  2. Trocknungsschwinden durch vorhandenes Überschusswasser
    Das Wasser wird für die leichte Verarbeitbarkeit des Estrichs benötigt. Beim Trocknen gibt der Estrich dann genau dieses Wasser wieder ab und verkürzt sich so. Das Schwinden des Estrichs nachdem er bereits belegt wurde kann zu Verformung oder Ablösung und entsprechender Rissbildung führen.

b) Calciumsulfatestriche
Calciumsulfatestriche schwinden nur in sehr geringem Maß. Bei der Kristallbildung wird das fertige Gefüge bereits gebildet und der Trocknungsschwund liegt entsprechend in einem vernachlässigbaren Rahmen. Allerdings sind diese Estriche sehr feuchtigkeitsempfindlich. Bei einer zu frühen Belegung konzentriert sich das Überschusswasser unter dem Belag und führt zur Erweichung der oberen Randzone. Das führt in der Regel zur Ablösung des Belags.

Die aktuell gültigen Grenzwerte für die Belegreife von Estrichen sind seit Jahrzehnten bewährt und resultieren aus Millionen m² schadensfrei verlegter Beläge, welche die Richtigkeit der Werte belegen.

Es gibt andere am Markt erhältliche Messgeräte, die die Feuchtigkeit meist elektrisch messen. Die Genauigkeit und Zuverlässigkeit dieser Geräte lässt allerdings zu wünschen übrig, weshalb keines dieser Instrumente als anerkannte Messmethode, z.B bei Gericht, zugelassen ist.

Das Messergebnis wird durch zu viele Faktoren beeinflusst wie z.B eingelagerte Salze, Porosität, die Rohdichte, Inhomogenität, ungenügender Kontakt zur Elektrode etc.. Häufig haben die Geräte auch eine begrenzte Tiefe (in der Regel bis 40 mm) und erreichen so nicht die feuchtere Unterseite des Estrichs. Die Geräte sind aber eine gute Möglichkeit sich einen Überblick darüber zu verschaffen ob der Estrich bereits trocken genug und die CM-Messung damit sinnvoll ist. Außerdem kann man schnell und zerstörungsfrei feststellen wie die Feuchtigkeitsverteilung über die gesamte Fläche ist.

Auch diese Estriche können mit der CM-Methode gemessen werden. Auf Grund anderer Materialien gelten hier jedoch andere Werte für die Belegreife. Diese Werte müssen vom Hersteller des Estrichs bzw. des Bindemittels vorgegeben werden. Bei unserem codex EX 24 Turbo ist die Belegreife beispielsweise erreicht, wenn die CM-Messung eine Restfeuchte von 4CM-% auf eine Schichtdicke bis 45 mm anzeigt, was in der Regel nach 24 Stunden erreicht wird.

Die Vorgehensweise zur Bestimmung der Restfeuchte bzw. Belegreife von Estrichen finden Sie in unserer Arbeitsanweisung CM-Messung.

Achtung! Bei Heizestrichen nur an ausgewiesenen Messstellen messen. Ansonsten muss die Lage der Rohre mit geeigneten Maßnahmen festgestellt werden.

Arbeitsanweisung CM-Messung

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